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Beginn der Entscheidung

Gericht: Europäischer Gerichtshof
Urteil verkündet am 11.07.1984
Aktenzeichen: 89/83
Rechtsgebiete:


Vorschriften:

Quelle: Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften in L-2925 Luxemburg

1. DER NACH ARTIKEL 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 GEFORDERTE NACHWEIS , DASS DAS ERZEUGNIS IN DAS BESTIMMUNGSGEBIET EINGEFÜHRT WORDEN IST , GILT NICHT ALS UNWIDERLEGLICH GEFÜHRT , WENN ANSTELLE DES ZOLLDOKUMENTS FÜR DIE ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR DIE IN ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG NR. 192/75 AUFGEZÄHLTEN DOKUMENTE VORGELEGT WERDEN.

2.EIN ERZEUGNIS , DAS NACH SEINER ANLANDUNG IM BESTIMMUNGSGEBIET VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WERDEN MUSSTE , GILT NICHT ALS EINGEFÜHRT IM SINNE DES ARTIKELS 6 ABSATZ 2 DER VER ORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 , WENN DIE VERNICHTUNG ODER DIE WIEDERAUSFUHR AUFGRUND DER ENTSCHEIDUNGEN STATTFINDET , DIE DIE ZUSTÄNDIGEN STELLEN DES BESTIMMUNGSSTAATS ANLÄSSLICH DER ERFÜLLUNG DER FÖRMLICHKEITEN , VON DENEN DIESER DIE ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR ODER DIE VERMARKTUNG AUF SEINEM GEBIET ABHÄNGIG MACHT , GETROFFEN HABEN , UND WENN DER VERDERB DER WARE , DER ANLASS HIERFÜR WAR , VOR DER ERFÜLLUNG DIESER FÖRMLICHKEITEN EINGETRETEN IST.


URTEIL DES GERICHTSHOFES (VIERTE KAMMER) VOM 11. JULI 1984. - HAUPTZOLLAMT HAMBURG-JONAS GEGEN DIMEX NAHRUNGSMITTEL IM- UND EXPORT GMBH UND CO. KG. - ERSUCHEN UM VORABENTSCHEIDUNG, VORGELEGT VOM BUNDESFINANZHOF. - LANDWIRTSCHAFT - ERSTATTUNGEN BEI DER AUSFUHR - DIFFERENZIERUNG - GEWAEHRUNG - VORAUSSETZUNGEN - BESTIMMUNGSLAND - EINFUHR DER WARE - BEWEISE. - RECHTSSACHE 89/83.

Entscheidungsgründe:

1 DER BUNDESFINANZHOF HAT MIT BESCHLUSS VOM 21. APRIL 1983 , BEIM GERICHTSHOF EINGEGANGEN AM 18. MAI 1983 , GEMÄSS ARTIKEL 177 EWG-VERTRAG DREI FRAGEN NACH DER AUSLEGUNG VON ARTIKEL 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 DES RATES VOM 28. JUNI 1968 ÜBER DIE GRUNDREGELN FÜR DIE GEWÄHRUNG VON ERSTATTUNGEN BEI DER AUSFUHR VON MILCH UND MILCHERZEUGNISSEN UND DIE KRITERIEN FÜR DIE FESTSETZUNG DER ERSTATTUNG ( ABL. L 155 , S. 1 ) IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 DER KOMMISSION VOM 17. JANUAR 1975 ÜBER DURCHFÜHRUNGSVORSCHRIFTEN FÜR AUSFUHRERSTATTUNGEN BEI LANDWIRTSCHAFTLICHEN ERZEUGNISSEN ( ABL. L 25 , S. 1 ) ZUR VORABENTSCHEIDUNG VORGELEGT.

2 DIESE FRAGEN SIND IM RAHMEN EINES REVISIONSVERFAHRENS GEGEN DIE ENTSCHEIDUNG DES FINANZGERICHTS HAMBURG AUFGEWORFEN WORDEN , MIT DEM DIESES DEN BESCHEID DES HAUPTZOLLAMTS HAMBURG-JONAS VOM 27. FEBRUAR 1978 IN GESTALT DER EINSPRUCHSENTSCHEIDUNG VOM 30. JANUAR 1979 ÜBER DIE RÜCKFORDERUNG DER DIFFERENZIERTEN AUSFUHRERSTATTUNG FÜR EINEN POSTEN IN KANISTERN ABGEPACKTEN FETAKÄSE IN SALZLAKE AUFHOB.

3 AUS DEN AKTEN ERGIBT SICH , DASS DAS HAUPTZOLLAMT DIE RÜCKERSTATTUNG DER DIFFERENZ ZWISCHEN DEM IM ZEITPUNKT DER ERFÜLLUNG DER AUSFUHRFÖRMLICHKEITEN GÜLTIGEN MINDESTBETRAG DER AUSFUHRERSTATTUNG UND DER TATSÄCHLICH GEWÄHRTEN DIFFERENZIERTEN AUSFUHRERSTATTUNG FORDERTE , ALS ES AUFGRUND EINER BEI DER DIMEX DURCHGEFÜHRTEN PRÜFUNG ERFUHR , DASS DIE WARE , OBWOHL IN KUWAIT ENTLADEN , NICHT AUF DEN MARKT DES BESTIMMUNGSLANDES GELANGT WAR : SIE HATTE , NACHDEM SIE VON DEN GESUNDHEITSBEHÖRDEN IN KUWAIT FÜR ZUM MENSCHLICHEN GENUSS UNBRAUCHBAR ERKLÄRT WORDEN WAR , VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WERDEN MÜSSEN.

4 NACH DEM VORLAGEBESCHLUSS FÜHRTE DAS FINANZGERICHT ZUR BEGRÜNDUNG DER AUFHEBUNG DIESER ENTSCHEIDUNG IM WESENTLICHEN FOLGENDES AUS : DAS HAUPTZOLLAMT HABE ES ZUGELASSEN , DASS ANSTELLE DES ZOLLDOKUMENTS BESTIMMTE IN ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG NR. 192/75 VORGESEHENE UNTERLAGEN , HIER DAS LANDING CERTIFICATE , ALS GLEICHWERTIGE ERSATZDOKUMENTE VORGELEGT WURDEN ; DAMIT SEI DER NACHWEIS UNWIDERLEGLICH GEFÜHRT , DASS DAS ERZEUGNIS DAS BESTIMMUNGSGEBIET , FÜR DAS DIE ERSTATTUNG FESTGESETZT WORDEN SEI , ERREICHT HABE. DER NACHWEIS , DASS DIE WARE DARÜBER HINAUS AUCH NOCH AM HANDEL IM DRITTLAND TEILGENOMMEN HABE , KÖNNE NICHT GEFORDERT WERDEN.

5 IN DIESEM ZUSAMMENHANG HAT DER BUNDESFINANZHOF DEM GERICHTSHOF FOLGENDE FRAGEN VORGELEGT :

' ' 1. GILT DER NACH ARTIKEL 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 192/75 GEFORDERTE NACHWEIS , DASS DAS ERZEUGNIS IN DAS BESTIMMUNGSGEBIET EINGEFÜHRT WORDEN IST , ALS UNWIDERLEGLICH GEFÜHRT , WENN DER BETEILIGTE EIN VON DER ZUSTÄNDIGEN BEHÖRDE NACH ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 192/75 GEFORDERTES ERSATZPAPIER VORGELEGT HAT?

2.BEI BEJAHUNG DER ERSTEN FRAGE :

GILT DAS AUCH , FALLS DIE ZUSTÄNDIGE BEHÖRDE DIE VORLAGE DES ERSATZPAPIERS VERLANGT HAT UND SICH DANACH HERAUSSTELLT , DASS DER NACHWEIS FÜR DIE ERFÜLLUNG DER ZOLLFÖRMLICHKEITEN IM SINNE DES ARTIKELS 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 2 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 192/75 NICHT , AUFGRUND VON UMSTÄNDEN , DIE VOM WILLEN DES EINFÜHRERS UNABHÄNGIG SIND ' ( ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 192/75 ) UNMÖGLICH WAR? WIE SIND DIE LETZTGENANNTEN WORTE DES ARTIKELS 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 192/75 AUSZULEGEN?

3.BEI VERNEINUNG DER ERSTEN FRAGE :

IST EIN ERZEUGNIS IN DAS BESTIMMUNGSGEBIET , EINGEFÜHRT ' IM SINNE DES ARTIKELS 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 192/75 , WENN ES WENIGE TAGE NACH ANLANDUNG IN DIESEM GEBIET ENTWEDER VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WORDEN IST? KOMMT ES DABEI DARAUF AN , OB DAS ERZEUGNIS VOR ODER NACH DER ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR IN DIESEM GEBIET VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WORDEN IST UND OB DER VERDERB DER WARE , DER ANLASS ZUR VERNICHTUNG ODER WIEDERAUSFUHR WAR , VOR ODER NACH DIESER ABFERTIGUNG EINGETRETEN IST?

' '

A ) ZUR ERSTEN FRAGE

6 DIE ERSTE FRAGE DES VORLEGENDEN GERICHTS GEHT IM WESENTLICHEN DAHIN , OB DER NACH ARTIKEL 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 GEFORDERTE NACHWEIS , DASS DAS ERZEUGNIS IN DAS BESTIMMUNGSGEBIET EINGEFÜHRT WORDEN IST , ALS UNWIDERLEGLICH GEFÜHRT GILT , WENN DER BETEILIGTE ANSTELLE DES NACH ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 192/75 GEFORDERTEN ZOLLDOKUMENTS EINES DER IN UNTERABSATZ 3 AUFGEZÄHLTEN ERSATZDOKUMENTE , HIER DAS LANDING CERTIFICATE , VORGELEGT HAT.

7 NACH ANSICHT DES NATIONALEN GERICHTS KÖNNTE DER WORTLAUT VON ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG NR. 192/75 IN VERBINDUNG MIT UNTERABSATZ 2 UND DEM DORT VERWENDETEN WORT ' ' GILT ' ' FÜR EINE BEJAHUNG DIESER FRAGE SPRECHEN. MAN KÖNNTE DIESE BESTIMMUNG ABER AUCH DAHIN AUSLEGEN , DASS DIE VORGELEGTEN DOKUMENTE NUR WIDERLEGBARE INDIZIEN DAFÜR SEIEN , DASS DIE WARE IN DAS DRITTLAND EINGEFÜHRT WORDEN SEI.

8 WIE DER GERICHTSHOF IN SEINEM URTEIL VOM 2. JUNI 1976 IN DER RECHTSSACHE 125/75 ( EIER-KONTOR/HAUPTZOLLAMT HAMBURG-JONAS , SLG. 1976 , 771 ) ENTSCHIEDEN HAT , HAT DAS SYSTEM DIFFERENZIERTER AUSFUHRERSTATTUNGEN DAS ZIEL , DIE MÄRKTE DER IN BETRACHT KOMMENDEN DRITTLÄNDER FÜR DEN GEMEINSCHAFTSEXPORT ZU ERSCHLIESSEN ODER ZU ERHALTEN ; DIE DIFFERENZIERUNG DES ERSTATTUNGSBETRAGES GEHT DARAUF ZURÜCK , DIE BESONDERHEITEN DER JEWEILIGEN EINFUHRMÄRKTE , AUF DENEN DIE GEMEINSCHAFT EINE ROLLE SPIELEN WILL , ZU BERÜCKSICHTIGEN.

9 SOWOHL IN DEM GENANNTEN URTEIL ALS AUCH IN DEN FOLGENDEN URTEILEN ( U. A. VOM 2. 3. 1977 IN DER RECHTSSACHE 44/76 , EIER-KONTOR/HAUPTZOLLAMT HAMBURG-JONAS , SLG. 1977 , 393 ) HAT DER GERICHTSHOF FÜR RECHT ERKANNT , DASS DER ZWECK DES DIFFERENZIERUNGSSYSTEMS BEI DER ERSTATTUNG VERKANNT WÜRDE , WENN ES FÜR DIE ZAHLUNG EINES HÖHEREN ERSTATTUNGSSATZES AUSREICHTE , DASS DIE WARE LEDIGLICH ABGELADEN WORDEN IST , OHNE DEN MARKT DES BESTIMMUNGSGEBIETS ZU ERREICHEN.

10 IM ÜBRIGEN IST DAS DER GRUND , WESHALB ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 192/75 DIE ZAHLUNG DER DIFFERENZIERTEN ERSTATTUNG VON DER ERFÜLLUNG DER ZOLLFÖRMLICHKEITEN ZUR ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR IN DEM DRITTLAND ABHÄNGIG MACHT , DA DIE ERFÜLLUNG DIESER FÖRMLICHKEITEN DEM ERZEUGNIS IM PRINZIP DEN TATSÄCHLICHEN ZUGANG ZUM MARKT DES BESTIMMUNGSGEBIETES GARANTIERT.

11 DER UMSTAND , DASS ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER GENANNTEN VERORDNUNG ES DEN ZUSTÄNDIGEN STELLEN ERLAUBT , ANDERE DOKUMENTE ZU VERLANGEN , WENN SIE WEGEN DER BESONDEREN VERHÄLTNISSE IN DEM BESTIMMUNGSLAND DEN NACHWEIS FÜR DIE ERFÜLLUNG DER ZOLLFÖRMLICHKEITEN ALS UNZUREICHEND ANSEHEN , ZEIGT , DASS DIESER NACHWEIS NUR EIN WIDERLEGBARES INDIZ DAFÜR IST , DASS DAS ZIEL DER DIFFERENZIERTEN AUSFUHRERSTATTUNG TATSÄCHLICH ERREICHT WURDE.

12 WIE DIE KOMMISSION ZU RECHT AUSGEFÜHRT HAT , FOLGT DARAUS UM SO MEHR , DASS DIE IN ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 GENANNTEN DOKUMENTE , WIE DAS LANDING CERTIFICATE ODER AUCH DIE BANKBESCHEINIGUNG , DIE ANSTELLE DES ZOLLDOKUMENTS VORGELEGT WERDEN , EBENFALLS NUR WIDERLEGBARE INDIZIEN DARSTELLEN , DA SIE IM UNTERSCHIED ZU DEN ZOLLFÖRMLICHKEITEN DER WARE NICHT EINMAL DEN ZUGANG ZUM BESTIMMUNGSMARKT GARANTIEREN.

13 DESHALB IST DIE ERSTE FRAGE DAHIN GEHEND ZU BEANTWORTEN , DASS DER NACH ARTIKEL 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 GEFORDERTE NACHWEIS , DASS DAS ERZEUGNIS IN DAS BESTIMMUNGSGEBIET EINGEFÜHRT WORDEN IST , NICHT ALS UNWIDERLEGLICH GEFÜHRT GILT , WENN ANSTELLE DES ZOLLDOKUMENTS FÜR DIE ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR DIE IN ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG NR. 192/75 AUFGEZÄHLTEN DOKUMENTE VORGELEGT WERDEN.

B ) ZUR ZWEITEN FRAGE

14 DA DIE ZWEITE FRAGE NUR FÜR DEN FALL GESTELLT WORDEN IST , DASS DER GERICHTSHOF DIE ERSTE FRAGE BEJAHT , ERÜBRIGT SICH DEREN BEANTWORTUNG.

C ) ZUR DRITTEN FRAGE

15 DIE DRITTE FRAGE DES VORLEGENDEN GERICHTS GEHT DAHIN , OB EIN ERZEUGNIS IM SINNE DES ARTIKELS 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 IN DAS BESTIMMUNGSGEBIET ' ' EINGEFÜHRT ' ' IST , WENN ES WENIGE TAGE NACH ANLANDUNG IN DIESEM GEBIET ENTWEDER VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WORDEN IST. DAS GERICHT BEGEHRT AUSSERDEM EINE KLARSTELLUNG , OB ES DABEI DARAUF ANKOMMT , OB DAS ERZEUGNIS VOR ODER NACH DER ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR IN DIESEM GEBIET VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WORDEN IST UND OB DER VERDERB DER WARE , DER ANLASS ZUR VERNICHTUNG ODER WIEDERAUSFUHR WAR , VOR ODER NACH DIESER ABFERTIGUNG EINGETRETEN IST.

16 WIE SICH AUS DEN VORANGEGANGENEN ERWAEGUNGEN ERGIBT , IST ES UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER ZIELSETZUNGEN DES SYSTEMS DER DIFFERENZIERTEN AUSFUHRERSTATTUNGEN WESENTLICH , DASS DIE DURCH DIESE ERSTATTUNG BEZUSCHUSSTEN ERZEUGNISSE TATSÄCHLICH DEN BESTIMMUNGSMARKT ERREICHEN , UM DORT VERMARKTET ZU WERDEN.

17 DA DER TATSÄCHLICHE ZUGANG ZUM BESTIMMUNGSMARKT GRUNDSÄTZLICH VON DER ERFÜLLUNG DER FÖRMLICHKEITEN ZUR ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR IM BESTIMMUNGSLAND ABHÄNGIG IST , SCHLIESST DER UMSTAND , DASS DAS ERZEUGNIS VOR DER ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WORDEN IST , AUS , DASS ES IM HINBLICK AUF DIE ZAHLUNG DER DIFFERENZIERTEN ERSTATTUNG IM SINNE VON ARTIKEL 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 ALS EINGEFÜHRT GILT.

18 DAS GLEICHE GILT , WENN DIE VERNICHTUNG ODER DIE WIEDERAUSFUHR DER WARE NACH DER ERFÜLLUNG DER FÖRMLICHKEITEN IM BESTIMMUNGSLAND STATTFINDET , VON DENEN DIESER STAAT DIE ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR ODER DIE VERMARKTUNG AUF SEINEM GEBIET ABHÄNGIG MACHT , SOWEIT DIE VERNICHTUNG ODER DIE WIEDERAUSFUHR DES ERZEUGNISSES AUFGRUND DER ENTSCHEIDUNGEN STATTFINDET , DIE DIE ZUSTÄNDIGEN STELLEN DES BESTIMMUNGSSTAATES ANLÄSSLICH DER ERFÜLLUNG DIESER FÖRMLICHKEITEN TREFFEN , UND DER VERDERB DER WARE , DER ANLASS HIERFÜR WAR , VOR DEREN ERFÜLLUNG EINGETRETEN IST. IN DIESEM FALL IST NÄMLICH DER TATSÄCHLICHE ZUGANG ZUM BESTIMMUNGSMARKT EBENFALLS NICHT MÖGLICH.

19 AUS DIESEN GRÜNDEN IST AUF DIE DRITTE FRAGE ZU ANTWORTEN , DASS EIN ERZEUGNIS , DAS NACH SEINER ANLANDUNG IM BESTIMMUNGSGEBIET VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WERDEN MUSSTE , NICHT ALS EINGEFÜHRT IM SINNE DES ARTIKELS 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 GILT , WENN DIE VERNICHTUNG ODER DIE WIEDERAUS FUHR AUFGRUND DER ENTSCHEIDUNGEN STATTFINDET , DIE DIE ZUSTÄNDIGEN STELLEN DES BESTIMMUNGSSTAATES ANLÄSSLICH DER ERFÜLLUNG DER FÖRMLICHKEITEN , VON DENEN DIESER DIE ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR ODER DIE VERMARKTUNG AUF SEINEM GEBIET ABHÄNGIG MACHT , GETROFFEN HABEN , UND WENN DER VERDERB DER WARE , DER ANLASS HIERFÜR WAR , VOR DER ERFÜLLUNG DIESER FÖRMLICHKEITEN EINGETRETEN IST.

Kostenentscheidung:

KOSTEN

20 DIE AUSLAGEN DER KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN , DIE BEIM GERICHTSHOF SCHRIFTLICHE ERKLÄRUNGEN EINGEREICHT HAT , SIND NICHT ERSTATTUNGSFÄHIG. FÜR DIE PARTEIEN DES AUSGANGSVERFAHRENS IST DAS VERFAHREN TEIL DES VOR DEM NATIONALEN GERICHT ANHÄNGIGEN VERFAHRENS , DIE KOSTENENTSCHEIDUNG IST DAHER SACHE DIESES GERICHTS.

AUS DIESEN GRÜNDEN

Tenor:

HAT

DER GERICHTSHOF ( VIERTE KAMMER )

AUF DIE IHM VOM BUNDESFINANZHOF MIT BESCHLUSS VOM 21. APRIL 1983 VORGELEGTEN FRAGEN FÜR RECHT ERKANNT :

1. DER NACH ARTIKEL 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 GEFORDERTE NACHWEIS , DASS DAS ERZEUGNIS IN DAS BESTIMMUNGSGEBIET EINGEFÜHRT WORDEN IST , GILT NICHT ALS UNWIDERLEGLICH GEFÜHRT , WENN ANSTELLE DES ZOLLDOKUMENTS FÜR DIE ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR DIE IN ARTIKEL 11 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 3 DER VERORDNUNG NR. 192/75 AUFGEZÄHLTEN DOKUMENTE VORGELEGT WERDEN.

2.EIN ERZEUGNIS , DAS NACH SEINER ANLANDUNG IM BESTIMMUNGSGEBIET VERNICHTET ODER WIEDER AUSGEFÜHRT WERDEN MUSSTE , GILT NICHT ALS EINGEFÜHRT IM SINNE DES ARTIKELS 6 ABSATZ 2 DER VERORDNUNG NR. 876/68 IN VERBINDUNG MIT ARTIKEL 6 ABSATZ 1 DER VERORDNUNG NR. 192/75 , WENN DIE VERNICHTUNG ODER DIE WIEDERAUSFUHR AUFGRUND DER ENTSCHEIDUNGEN STATTFINDET , DIE DIE ZUSTÄNDIGEN STELLEN DES BESTIMMUNGSSTAATS ANLÄSS LICH DER ERFÜLLUNG DER FÖRMLICHKEITEN , VON DENEN DIESER DIE ABFERTIGUNG ZUM FREIEN VERKEHR ODER DIE VERMARKTUNG AUF SEINEM GEBIET ABHÄNGIG MACHT , GETROFFEN HABEN , UND WENN DER VERDERB DER WARE , DER ANLASS HIERFÜR WAR , VOR DER ERFÜLLUNG DIESER FÖRMLICHKEITEN EINGETRETEN IST.

Ende der Entscheidung

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