Judicialis Rechtsprechung
Mit der integrierten Volltextsuche, die vom Suchmaschinenhersteller "Google" zur Verfügung gestellt wird, lassen sich alle Entscheidungen durchsuchen. Dabei können Sie Sonderzeichen und spezielle Wörter verwenden, um genauere Suchergebnisse zu erhalten:
Beiträge bei Ihrer privaten Krankenversicherung können drastisch reduziert werden. Jetzt unverbindlich und kostenlos einen Tarifwechsel durch spezialisierte Versicherungsexperten bei Ihrer Krankenversicherung aushandeln lassen.
Nach einem Tarifwechsel innerhalb Ihrer Krankenversicherung sparen Sie im Durchschnitt 40 Prozent.
Kostenlose und unverbindliche Recherche
Die Recherche ist kostenfrei und unverbindlich, wenn Sie keine der recherchierten Einsparmöglichkeiten in Anspruch nehmen wollen.
Kein Aufwand
Der komplette Umstellungsprozess wird für Sie übernommen.
Altersrückstellung angerechnet
Ihre Altersrückstellungen werden im neuen Tarif vollständig angerechnet.
Ausführliche Beratung
Sie werden von erfahrenen Versicherungsexperten beraten.
Keine Kündigung
Sie können jederzeit wechseln, es gibt keine Fristen zu beachten.
Gleiches Leistungsniveau
Ihr Leistungsniveau bleibt gleich oder wird sogar besser.
Nutzen Sie die Chance auf reduzierte PKV-Beiträge, die durch Versicherungsexperten ausgehandelt werden. Teilen Sie uns nachstehend Ihre Daten mit, damit wir das weitere Vorgehen mit Ihnen absprechen können. Sie werden begeistert sein. Versprochen!
Gericht: Oberlandesgericht Karlsruhe
Urteil verkündet am 04.12.2002
Aktenzeichen: 13 U 10/02
Rechtsgebiete:
Vorschriften:
- |
Gründe:
Die zulässige Berufung ist nicht begründet.
Der Eingriff vom 13.05.1996, auf dessen Beurteilung der Kläger die Berufung beschränkt hat, war weder behandlungsfehlerhaft, noch besteht eine Haftung der Beklagten unter dem Gesichtspunkt der Aufklärungspflichtverletzung.
1. Zu Recht hat das Landgericht festgestellt, dass es nicht ärztlichem Standard widersprochen hat, die Operationswunde konventionell mit einer Naht zu verschließen.....
Der Sachverständige hat mehrfach und ausführlich dargelegt, dass - jedenfalls - im Jahre 1996 Primärhernien standardmäßig im Wege der Nahtversorgung behandelt wurden. Dies ist dem Senat im Übrigen durch sachverständige Stellungnahmen aus anderen Arzthaftungsstreitigkeiten bekannt. Die Versorgung von kleinen Primärhernien mit einem Netz entsprach im Jahr 1996 nicht ärztlichem Standard, auch wenn einzelne Operateure jenes Verfahren auch in solchen Fällen anwendeten.
Bei Primärhernien wäre der Einsatz eines Netzes eine ernsthafte Alternative dann gewesen, wenn es sich um eine große Hernie gehandelt hätte oder wenn Hinweise auf eine Bindegewebsschwäche vorgelegen hätten......
2. Auch ein Aufklärungsfehler liegt nicht vor.
Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten über Behandlungsalternativen in Kenntnis zu setzen, wenn er selbst beabsichtigt, eine nicht dem Standard entsprechende Behandlung vorzunehmen oder wenn eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten daraus folgt, dass eine gleichermaßen indizierte und übliche Behandlungsmethode mit wesentlich unterschiedlichen Risiken und Erfolgschancen gegeben ist. Jedoch ist die Wahl der Behandlungsmethode primär Sache des Arztes. Sofern er eine medizinisch indizierte, standardgemäße Behandlungsmethode wählt, gebietet es die Aufklärungspflicht nicht, über eine andere, gleichfalls medizinisch indizierte, übliche Methode aufzuklären, wenn die gewählte Therapie hinsichtlich ihrer Heilungsaussichten einerseits und ihrer Belastungen und Risiken für den Patienten andererseits der Behandlungsalternative gleichwertig oder vorzuziehen ist (BGH VersR 1992, 831; NJW 1996, 776; Geiß/Greiner, 4. Auflage 2001, C, Rd.-Nr. 21 ff. m. w. N.).
Zwar hätte - worauf der Kläger zu Recht hinweist - die Versorgung mit einem Netz wesentlich unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen im Verhältnis zur Nahtversorgung geboten. Für den beim Kläger vorgefundenen - bzw. anzunehmenden - Befund (zwei kleine Primärhernien, keine Hinweise auf Bindegewebsschwäche) war jedoch, wie ausgeführt, das Mesh-Verfahren zumindest zum damaligen Zeitpunkt (1996) kein übliches Alternativverfahren. Die Netzversorgung stellte daher auch nicht etwa ein neues Verfahren dar, welches sich weitgehend durchgesetzt gehabt hätte, weshalb ein Patient wegen sich bietender entscheidender Vorteile hiervon hätte erfahren müssen ( BGH NJW 1988,763). Eine Aufklärungspflicht bestand deshalb nicht....
Ende der Entscheidung
Bestellung eines bestimmten Dokumentenformates:
Sofern Sie eine Entscheidung in einem bestimmten Format benötigen, können Sie sich auch per E-Mail an info@protecting.net unter Nennung des Gerichtes, des Aktenzeichens, des Entscheidungsdatums und Ihrer Rechnungsanschrift wenden. Wir erstellen Ihnen eine Rechnung über den Bruttobetrag von € 4,- mit ausgewiesener Mehrwertsteuer und übersenden diese zusammen mit der gewünschten Entscheidung im PDF- oder einem anderen Format an Ihre E-Mail Adresse. Die Bearbeitungsdauer beträgt während der üblichen Geschäftszeiten in der Regel nur wenige Stunden.